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Tödliche Arbeitsunfälle in 6 Coronavirus-Epidemie-Wochen gegliedert angestiegen!


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(7. 5. 2020) 15 Personen kamen von Mitte März solange bis Ende April auf deutschen
Baustellen durch Unfälle ums Leben – dies zeigen aktuelle Daten der
Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Abstürze von Dächern und
Durchstürze waren dabei die häufigste Ursache für die tragischen Ereignisse. Die
BG BAU spricht von einer alarmierenden Entwicklung und appelliert eindringlich
fuer Unternehmen und Versicherte, Arbeitsschutz ernst zu nehmen und Menschenleben
in keiner weise aufs Spiel zu setzen.

Foto © BG ENTWURF Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft ?

Bei den 15 Todesfällen im Verlauf der sechs Coronavirus-Epidemie-Wochen
handelte es sich um?…

  • sechs Abstürze von Dächern, fünf davon waren Abstürze passend
    innen durch ungesicherte Dachöffnungen wie auch nicht durchbruchsichere
    Dachflächen, sowie
  • zwei Abstürze von Gerüste.
  • vier Unfälle im Zusammenhang mit herabstürzenden bzw. kippenden
    Bauteilen und
  • drei Unfällen in Verbindung mit Baumaschinen.

Besonders erschütternd ist der Tod eines 19-jährigen
Dachdecker-Auszubildenden, der bei der Neueindeckung eines Mansardendaches
in die Tiefe stürzte und sich dabei tödliche Verletzungen zuzog.

Alle BG BAU zeigt sich angesichts der Zahlen tief besorgt über die
Entwicklung. „Seit Wochen dominieren das Coronavirus und die entsprechenden
Regelungen die Arbeitswelt. Verständlich, f?r den fall damit viel Aufmerksamkeit und
Energie auf den Baustellen, die ja nach wie vor weiter arbeiten, gebunden
wird“, so Bernhard Arenz. Der Präventionsleiter der BG ENTWURF warnt: „Das darf
keinesfalls hierbei führen, dass der Arbeitsschutz generell aus dem Blick gerät
– denn die Beschäftigten bezahlen das unter Umständen mit ihrem Dasein. “

Entsprechend wettet sich die BG BAU ?ber aktuellen Phänomen auseinander
und probieren gegenzusteuern – durch Aufklärung, Sensibilisierung dar?ber hinaus
verstärkte Baustellenbesuche. Denn zumeist ließen sich die tragischen
Unfälle via einfachen Mitteln und der Befolgung der Vorgaben verhindern.
Arenz weiter: „Die Situation muss uns allesamt wachrütteln. Wir brauchen nun dies
konzertiertes, gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten, um nicht noch weitere
Menschenleben zu gefährden. Arbeitsschutz muss erneut in den Fokus rücken,
es kann nicht sein, dass Regelungen umgangen werden oder vor dem Hintergrund
der Coronavirus-Epidemie aus dem Blick geraten. “

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